Neun EM-Titel bei EuroGames
Medaillenregen für den DVET bei der Equality Europameisterschaft in Lyon
5.500 Sportlerinnen und Sportler aus 51 Nationen nahmen an den EuroGames in Lyon teil. Das große Multi-Sportevent mit 32 Sportarten, darunter Basketball, Boxen, Judo, Fußball und natürlich Tanzen, richtet sich an die LGTBQI+ Community und deren Unterstützer.
Die Tanzsportturniere waren auf 200 Teilnehmende limitiert, darunter zahlreiche Paare des DVET. Es wären noch mehr geworden, wenn es keine Beschränkungen seitens der Veranstalter und der Polizei gegeben hätte. Mit der sagenhaften Bilanz von 23 Medaillen verbesserten die DVET-Paare das Ergebnis des Vorjahres in Wien um eine Medaille.
Den Paaren bot sich vor allem am Samstagmittag eine tolle Kulisse. Voll besetzte Ränge sorgten für eine geräuschvolle Atmosphäre, die die Paare zu noch besseren Leistungen anspornte. Getragen von Applaus und Anfeuerungsrufen holten sich Miriam Meister/Angela Pikarski in der ersten Nachmittagswertung bei den Damen Adult Standard die EM-Bronzemedaille. Kurz danach durften sich die Deutschen Meister der Herren Adult Latein, Andy Jekel/Aaron Krautscheid, ebenfalls über den EM-Titel freuen. Vize-Europameister wurden Marc Hartung-Knöfler/Damian Spyrka.
Bereits bei den ersten Turnieren am Donnerstag räumten die deutschen Paare gewaltig ab. Viermal Gold, einmal Silber und viermal Bronze war die Bilanz des ersten Tags. Bei den Damen Adult Latein ging der gesamte Medaillensatz nach Deutschland (Gold: Magdalena Bauchmüller/Marina Hüls, Silber: Sarah Borchert/Ute Graffenberger, Bronze: Miriam Meister/Angela Pikarski). Bei den Damen Senior Standard gab es zwei weitere Medaillen (Gold: Ines und Tania Dimitrova, Bronze: Katrin Ryborz/Andrea Wagner), so auch in der Kategorie Showdance Paare (Gold: Marc Hartung-Knöfler/Damian Spyrka und Bronze: Franka Burgaß/Tatjana Safaric) und bei den Herren Senior Latein (Gold: Thomas Bensch/Simone Biagini und Bronze: Michael Kraus/Lars Thybo Norgaard). Zu Tränen gerührt stand Thomas Bensch auf dem Siegerpodest, während die Nationalhymne Deutschlands gespielt wurde – ein höchst emotionaler Moment.
Der Freitag stand im Zeichen der Kombinierer*innen. In den Vorjahren fand der Tanzsport an zwei Tagen innerhalb der EuroGames statt. In diesem Jahr kam ein dritter Tag hinzu. Somit konnte der Titel über Zehn Tänze voll ausgetanzt werden. In den letzten Jahren wurde das Ergebnis rechnerisch aus den getanzten Standard- und Lateinturnieren ermittelt. Jetzt also ein voller Wettbewerb – und wieder ein voller Erfolge für die deutschen Paare. Mit allen gewonnenen zehn Tänzen ging der Titel bei den Damen Adult an Miriam Meister/Angela Pikarski, Bronze ertanzten sich Julia und Sandra Schüning. Bei den Herren Senior wurde es für Thomas Bensch/Simone Biagini die zweite Goldmedaille dieser EM und für Michael Kraus/Lars Thybo Norgaard eine weitere Medaille in Bronze. Die Senior Damen holten sich einen weiteren Komplett-Medaillensatz über Zehn Tänze: Gold erlangten Sonja Birkenfeld/Juliane Pischel, Silber wurde es für Katrin Ryborz/Andrea Wagner und Bronze für Claudia Ebert/Katja Schneider.
Am Samstag ging die Erfolgsserie weiter. Den Auftakt machten die Damen Senior Latein mit dem dritten kompletten Medaillensatz für Deutschland. Gold ging wieder an Birkenfeld/Pischel, Silber an Ryborz/Wagner und Bronze an Ebert/Schneider. Für Bensch/Biagini gab es bei den Herren Senior Standard die dritte EM-Medaille dieses Turniers. Dieses Mal wurde es die Bronzene.
Damen Adult Latein
1. Magdalena Bauchmüller/Marina Hüls, Köln
2. Sarah Borchert/Ute Graffenberger, Köln
3. Miriam Meister/Angela Pikarski, Köln
4. Rachel Solomon/Maria Allan-Burns, Vereinigtes Königreich
5. Sonja Birkenfeld/Juliane Pischel, Frankfurt
6. Sarah McNamee/Em Spoor, Vereinigtes Königreich
Herren Adult Latein
1. Andy Jekel/Aaron Krautscheid, Aachen
2. Marc Hartung-Knöfler/Damian Spyrka, Darmstadt
3. Quentin Pons/Esteban Stephane Chaffin, Frankreich
4. Keng Heng Teh/Erwan Cadic, Frankreich
5. Sabry Bellassira/Maxime Bodin, Frankreich
6. Áron Szigetvári/Imre Zsoldos, Ungarn
Damen Adult Standard
1. Réka Füleki/Anita Kozma, Ungarn
2. Kelly Monshouwer/Lorraine Voorn, Niederlande
3. Miriam Meister/Angela Pikarski, Köln
4. Brita und Karolin Böckenfeld, Sankt Augustin
5. Sarah McNamee/Em Spoor, Vereinigtes Königreich
6. Bianca Hagenberg/Manuela Schulze, Frankfurt
Damen Adult 10-Tänze
1. Miriam Meister/Angela Pikarski, Köln (10.0)
2. Sarah McNamee/Em Spoor, United Kingdom (20.0)
3. Julia und Sandra Schüning, Bochum (30.0)
4. Vilma Heczko/Jutta Lahtinen, Finnland (40.0)
Damen Senior Latein
1. Sonja Birkenfeld/Juliane Pischel, Frankfurt
2. Katrin Ryborz/Andrea Wagner, Köln
3. Claudia Ebert/Katja Schneider, Bonn
4. Kirta Kaskiniemi/Krista Rapo, Finnland
5. Rita Dubach/Ursula Winterhalder, Schweiz
6. Dorothea Arning/Almut Freund, Berlin
Herren Senior Latein
1. Thomas Bensch/Simone Biagini, Berlin
2. Tom Dane/Kevin Haycock, Vereinigtes Königreich
3. Michael Kraus/Lars Thybo Norgaard, Esslingen/Dänemark
4. Uldis Šalajevs/Raimund Schüller, Raimund Österreich
Damen Senior Standard
1. Ines und Tania Dimitrova, Berlin
2. Chrisi Lyons/Tori Settle, Vereinigtes Königreich
3. Katrin Ryborz/Andrea Wagner, Köln
4. Bianca Hagenberg/Manuela Schulze, Frankfurt
5. Sonja Birkenfeld/Juliane Pischel, Frankfurt
6. Tessa Cleaver/Stephanie Goj, Vereinigtes Königreich
Herren Senior Standard
1. Jean-Marie Cuelenaere/Patrice Naudier, Luxemburg/Frankreich
2. Niels Henrik Hartvigson/Filip Jensen, Dämemark
3. Thomas Bensch/Simone Biagini, Berlin
4. Tom Dane/Kevin Haycock, Vereinigtes Königreich
5. Michael Kraus/Lars Thybo Norgaard, Esslingen/Dänemark
6. Peter O'Hare/Benedikt Kraus, Vereinigtes Königreich
Damen Senior 10-Tänze
1. Sonja Birkenfeld/Juliane Pischel, Frankfurt
2. Katrin Ryborz/Andrea Wagner, Köln
3. Claudia Ebert/Katja Schneider, Bonn
4. Dorothea Arning/Almut Freund, Berlin
Herren Senior 10-Tänze
1. Thomas Bensch/Simone Biagini, Berlin
2. Tom Dane/Kevin Haycock, United Kingdom
3. Michael Kraus/Lars Thybo Norgaard, Esslingen/Dänemark
Showdance Paare
1. Marc Hartung-Knöfler/Damian Spyrka, Darmstadt
2. Sarah McNamee/Em Spoor, Vereinigtes Königreich
3. Franka Burgaß/Tatjana Safaric, Berlin
Randnotiz
Außerhalb der EM-Wertung wurde in Lyon unter anderem auch ein Open Equality Latein durchgeführt. Dieses Turnier war für alle Geschlechter und Altersgruppen offen. Für das Finale hatten sich unter anderem die amtierenden Deutschen Meister der Herren, Andy Jekel/Aaron Krautscheid qualifiziert und als einziges Damenpaar die Deutschen Meisterinnen Magdalena Friederike Bauchmüller/Marina Hüls. Die Finalist*innen wurden lautstark angefeuert und das Ergebnis mit großer Spannung erwartet. Als letztlich feststand, dass die Damen das Turnier gegen die fünf Herrenpaare für sich entschieden hatten, entluden sich begeisterte und langanhaltende Standing Ovations im Palais des Sports. Platz zwei in der Europa-Wertung belegten Andy Jekel/Aaron Krautscheid und der dritte Platz ging an die Darmstädter Marc Hartung-Knöfler/Damian Spyrka.
von Lars Keller Uhr