Hessen tanzt...

Standard und Latein

Hessen tanzt...

...und nicht nur Hessen. Rund 2.700 Meldungen gingen bei den Verantwortlichen für die Traditionsveranstaltung ein. Allein am Freitag standen 42 Einzelentscheidungen auf dem Zeitplan, darunter fünf internationale Turniere. Der erste Tag startete um 11 Uhr und war gut gefüllt.

Ruth Stühler zu Gast in der Eissporthalle

Ruth Stühler, Foto: Robert Panther

Die Mitbegründerin von „Hessen tanzt“, Ruth Stühler, ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die Veranstaltung zu besuchen, an deren Gründung sie und ihr Mann maßgeblich beteiligt waren. Seit 1974 initiierte sie gemeinsam mit ihrem Mann Walter Stühler, der bereits 2015 verstarb, die Kinder-, Junioren- und Jugendturniere in der Fabriksporthalle. Während des Gespräches gibt sie einen kleinen Rückblick in diese Zeit. So erinnert sie sich noch sehr genau an die ehemals blau-weißen Tischdecken, die die Turnierleitertische mittig der Flächen schmückten. „Das ging ja gar nicht“, konstatiert sie auch heute noch sehr überzeugt. „Wir sind doch hier in Hessen!“ Seither sind die Tischdecken rot mit weißen Mitteldecken. Auch die bis letztes Jahr zur Flächenbegrenzung noch eingesetzten Pflanzkübel hat "Hessen tanzt" dem Ehrenmitglied des Schwarz-Silber zu verdanken. Auch wenn die Kübel vor Jahrzehnten über Nacht schon einmal verschwanden. Fragt man Ruth Stühler heute, wie sie die Entwicklung von „Hessen tanzt“ wahrnimmt, antwortet die 92-Jährige ehrlich: „Hessen tanzt“ ist sehr modern geworden. Im vergangenen Jahr wollte ich eine Startliste haben und wurde auf einen QR-Code verwiesen. Am Folgetag hat mir meine Enkelin dann von ihrem Handy Startnummern und Namen vorgelesen.“ Und dennoch fühlt sie sich mit „Hessen tanzt“ immer noch sehr verbunden. Möge es noch lang so bleiben. (MiSchu)

„Meeeeega…“

Jens und Maike Wolff, Foto: Robert Panther

... Mit diesem Freudenschrei endete die Siegerehrung des ersten WDSF-Turniers beim Veranstaltungsauftakt von Hessen tanzt in der Eissporthalle in Frankfurt.

Die Startliste des internationalen Senioren IV Standardturniers zählte 82 Paare aus acht Nationen. In der Schlussrunde wurden davon von den sechs Finalisten noch vier Nationen vertreten. Ganz oben auf dem Treppchen standen die amtierenden Europameister der Senioren IV Standard, Jens und Maike Wolff. Mit vier gewonnenen Tänzen setzten sich die sympathischen Hamburger an die Spitze des Feldes. Lediglich den Tango gaben sie an die Zweitplatzierten und Vizeeuropameister Gerhard und Marion Funk ab. Auch der dritte Platz blieb in deutscher Hand und ging mit Knut und Iris Möller nach Freiburg.

Kurz vor der Siegerehrung befragt, ob sie denn schon einmal "Hessen tanzt" gewonnen hätten, antwortete Maike Wolff: „Nein, noch nieeeee!“ Nach der Siegerehrung gab es nur noch Jubel: „Das ist meeeeega!“ (MiSchu)

WDSF Open Senioren IV Standard (82)
1. Jens und Maike Wolff, Club Saltatio Hamburg
2. Gerhard und Marion Funk, TSC dancepoint Königsbrunn
3. Knut und Iris Möller, TTC Rot-Weiß Freiburg
4. Jozsef Kranicz/Erika Dobo, Ungarn
5. Jouko und Helja Leppala, Finnland
6. David Gerchell/Allison Gonzalez, USA
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8. Hans und Petra Sieling, TSC Fulda
9. Alexander Hick/Petra-Alexandra Leßmann, TSC Rot-Gold Sinsheim
10. Alexander und Anne-Gabriele Beaumont, TSK Sankt Augustin
11. Thomas und Katrin Bressau, TSA d. VfL Geesthacht

"Als ich das letzte Mal gewonnen habe..."

Marc Becker / Nicole Giersbeck - Foto: Robert Panther

...da war die Reihenfolge auf den ersten beiden Plätzen die gleiche. Nach vier Runden freuten sich Marc Becker und Nicole Giersbeck im Turnier der WDSF Open Senioren III Latein über den Platz ganz oben auf dem Treppchen.

Mit 42 Paaren war das Turnier am Nachmittag gestartet. Im Finale trafen sich fünf Paare aus Deutschland und eines aus Finnland. Mit der stolzen Bilanz von 52 ersten Plätzen (bei möglichen 55) gewannen die Dritten der Deutschen Meisterschaft und Hessenmeister das Turnier souverän. Spannend war es im Kampf um Platz zwei. Achim Hobl/Kerstin Hahn belegten dreimal Platz zwei und zweimal Platz fünf und waren nach dem Finale punktgleich mit den Finnen Jani Kallio/Satu Vuorjoki. Die drei zweiten Plätze reichten im Skating für Platz zwei im Endergebnis. Die Finnen kamen auf Rang drei.

Das Turnier, auf das sich Marc Becker nach dem Finale bezog, war übrigens 2018 ein nationales Turnier. Ab 2019 waren die Senioren bei Hessen tanzt international unterwegs. (PD)

WDSF Open Senioren III Latein (42)
1. Marc Becker/Nicole Giersbeck, TTC Fortis Nova Maintal
2. Achim Hobl/Kerstin Hahn, Kitzinger TC
3. Jani Kallio/Satu Vuorjoki, Finnland
4. Jörg Heberer/Alexandra Heberer, TSC Blau-Weiß Walldorf d. TGS 1896
5. René Klatt/Martina Klatt, Schwarz-Silber, Frankfurt
6. Karl-Heinz Schweiger/Olga Karoulis-Schweiger, Schwarz-Weiß-Club Pforzheim
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7. Michael Osswald / Angela Osswald, TSC Take it easy Königs Wusterhausen
8. Klaus Bechtold / Barbara Rojahn, TSZ Blau-Gold Casino, Darmstadt
9. Andreas Krause / Karin Saleina, Gelb-Schwarz-Casino München
10. Harald Wolff / Antje Wolff, TSA d. 1. SC Norderstedt
12. Horst Retzer / Birgit Eva Retzer, TSA Schwarz-Gold d. ESV Ingolstadt
13. Mirco Accaino / Tamara Accaino, Schwarz-Silber, Frankfurt

zum Gesamtergebnis

Zwei Medaillenplätze für Dresden

Serhii Vasyliev / Annalena Maria Roscher - Foto: Robert Panther

Auch bei dem zweiten internationalen Turnier stand ein deutsches Paar ganz oben auf dem Siegerpodest. Mit Serhii Vasyliev/Annalena Maria Roscher gingen der Sieg im Rising Stars Lateinturnier und die Goldmedaille nach Dresden. Ihre Clubkameraden standen auf der dritten Stufe und nahmen mit der Bronzemedaille das zweite Edelmetall mit in den TSC Excelsior Dresden. Den Silberrang belegten die Philippinen Jeffersen Pimentel/Mary Desiree Seraga. Mit David Janzen/Yaroslava Sitenko und Nicolas Aaron Eichhorn/Lea Mirmov tanzten zwei weitere deutsche Paare in der Schlussrunde, die das Turnier mit den Plätzen vier und sechs beendeten. (MiSchu)

WDSF Rising Stars Latein (64)
1. Serhii Vasyliev/Annalena Maria Roscher, TSC Excelsior Dresden
2. Jeffersen Pimentel/Mary Desiree Seraga, Philippinen
3. Tobias Skandov/Jenny Stukenborg, TSC Excelsior Dresden
4. David Janzen/Yaroslava Sitenko, TTC Fortis Nova Maintail
5. John Paul Mocorro/Mitchloni Dinauano, Philippinen
6. Nicolas Aaron Eichhorn/Lea Mirmov, Grün-Gold-Club Bremen
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7. Timofey Bushuev/Nadine Althoff, TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg
8. Ozgun Dogan/Viktoriia Komarnytska, TSA i. VfL Pinneberg
    Oleksii Mykolaienko/Kseniia Kosolapova, Tanzsportzentrum Heusenstamm

Klarer Sieg für Holland, Platz zwei an Engels

Alexander Engel / Marina Engel, Foto: Robert Panther

Schon anhand der Kreuze wurde früh klar, dass zwei Paare den Turniersieg unter sich ausmachen würden. Das waren die Reutlinger Alexander und Marina Engel sowie die Niederländer Peter Schaur und Natalia Tolkacheva. Letztere zogen nach drei Runden mit voller Kreuzzahl ins Finale ein, das sie dann in allen fünf Tänzen klar für sich entschieden. Die wenigen Bestwertungen, die sie im Finale abgaben, gingen fast alle an Engels, die ebenfalls in allen Tänzen Platz zwei belegten.
Auf Platz drei folgten Stefan Korfmacher und Nicole Rosendahl aus Düsseldorf. Die übrigen Finalplätze gingen nach Tschechien, Frankreich und Lettland.

WDSF Open Senior II Latin (32)
1. Peter Schaur / Natalia Tolkacheva, Niederlande
2. Alexander Engel / Marina Engel, TC Schwarz-Weiß Reutlingen
3. Stefan Korfmacher / Nicole Rosendahl, TD Tanzsportclub Düsseldorf Rot-Weiß
4. Tomas Kalina / Simona Kalinova, Tschechien
5. Rémi Grabowski / Treilhou Aurelie, Frankreich
6. Kalvis Deaks / Dina Deaka, Lettland

 

Titelverteidigung geglückt

Dmytrii Forostianov / Helene Novalee Tilgert, Foto: Robert Panther

Von den 50 Paaren, die beim WDSF Open der Rising Stars Standard starteten, qualifizierten sich drei deutsche Paare für das Finale. Dazu gesellten sich jeweils ein Paar aus Litauen, Lettland und der Tschechischen Republik. Am Ende war es eine klare Titelverteidigung für Dmytrii Forostianov und Helene Novalee Tilgert aus Bremen, die nur sieben von 55 möglichen Bestwertungen abgeben mussten. Auf Platz zwei folgten in allen Tänzen die Letten Klavs Kokins und Saule Endriukaityte. Den dritten Platz belegten Daniil Ketov und Viviana Koschnitzki, die lediglich im Quickstep Platz vier belegten. Hinter den Paaren aus Tschechien und Litauen folgte mit Pascal Etzold und Cindy Jörgens auf Platz sechs das dritte deutsche Finalpaar.

WDSF Open Rising Stars Standard (50)
1. Dmytrii Forostianov / Helene Novalee Tilgert, Grün-Gold-Club Bremen
2. Klavs Kokins / Saule Endriukaityte, Lettland
3. Daniil Ketov / Viviana Koschnitzki, Braunschweiger TSC
4. Robert Penkava / Veronika Novakova, Tschechien
5. Orestas Preidys / Katrina Motiejune, Litauen
6. Pascal Etzold / Cindy Jörgens, Tanzsportzentrum Blau Gold Berlin

von Petra Dres Uhr

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